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6,8 Millionen Euro für 10 Jahre Guantanamo

Ein Kanadier bekommt 6,8 Millionen Euro für schlechte Behandlung während 10 Jahren Guantanamo-Haft.

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Ein Kanadier bekommt umgerechnet 6,8 Millionen Euro als Entschädigung für die schlechte Behandlung während seines Gefängnisaufenthalts in Guantanamo.

Von 2002 bis 2012 war Omar Kadhr Häftling in Guantanamo. Dort sei er unter anderem durch Schlafentzug gefoltert worden.

Kadhr ist zwar in Toronto geboren, verbrachte aber große Teile seiner Kindheit mit seinem Vater, einem Al-Kaida-Mitglied, in Afghanistan. Er war 15 Jahre alt, als er in Afghanistan eine Granate auf US-Soldaten warf. Ein Soldat kam ums Leben. Kadhr wurde festgenommen und war danach der jüngste Häftling in Guantanamo.

2012 wurde er an Kanada ausgeliefert und verbrachte drei Jahre in einem kanadischen Hochsicherheitsgefängnistrakt. 2015 wurde er unter Auflagen entlassen. Nun gestand ihm der Oberste Gerichtshof in Ottawa die 6,8 Millionen Euro Schmerzensgeld zu.