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G20-Auftakt: Trumps Abschottungspolitik beim Welthandel blockiert


Deutschland

G20-Auftakt: Trumps Abschottungspolitik beim Welthandel blockiert

Kein leichter Gipfel-Auftakt war es für Bundeskanzlerin Angela Merkel in Hamburg. Ihr oblag die schier unmögliche Aufgabe, Kontrahenten wie Donald Trump, Wladimir Putin oder den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping auf Zusammenarbeit einzuschwören. Dabei wurde deutlich, dass einer vor allem beim Thema Handelspolitik immer wieder aus Reihe schert: Donald Trump und seine Abschottungspolitik.

Merkel sagte nach den Arbeitssitzungen des ersten Gipfeltages: “Beim Thema Handel ist von den Meisten darauf hingewiesen worden, dass wir einen freien aber auch fairen Handel brauchen. Die WTO ist ihrer Bedeutung nochmal herausgestellt worden. Allerdings kann ich voraussagen, dass zu dem Kom­mu­ni­qué was Handel anbelangt heute Nacht die Scherpas noch ein großes Stück Arbeit vor sich haben. Aber hier sind die Diskussionen sehr schwierig, da will ich gar nicht drum rum reden.”

Für das traditionelle G20-Familienfoto mussten die Staats- und Regierungschefs zwangsläufig enger zusammenrücken. Übrigens folgt die Aufstellung nicht Affinitäten, sondern der Logik des Protokolls. In der Mitte die Gipfel-Troika der drei aufeinanderfolgenden Gipfel-Ausrichterstaaten also diesmal Merkel flankiert von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, der im vergangenen Jahr Ausrichter war, und dem Argentinier Mauricio Macri, der 2018 auf sie folgt. Deswegen standen mächtige Politiker wie Donald Trump und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nicht direkt neben Merkel, sondern etwas abseits.