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Erneut Gespräche gescheitert: Zypern bleibt geteilt


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Erneut Gespräche gescheitert: Zypern bleibt geteilt

Zypern bleibt geteilt: Soviel steht fest nach dem Scheitern der jüngsten Gespräche vorletzte Nacht.

Monatelang war versucht worden, die Teilung der Mittelmeerinsel in eine griechisch und eine türkisch beherrschte Hälfte zu überwinden.

Eine letzte Verhandlungsrunde im schweizerischen Crans-Montana endete aber ohne Ergebnis.

Strittig war vor allem die Anwesenheit türkischer Soldaten im besetzten Inselnorden.

Die Türkei signalisierte Bereitschaft, einen großen Teil dieser Soldaten abzuziehen. Ein Kontingent solle jedoch für mindestens fünfzehn Jahre bleiben; danach könne man über einen weiteren Abzug verhandeln.

Zudem will die Türkei eine sogenannte Schutzmacht für Zypern bleiben.

Griechenland und die griechischen Zyprer bestanden hingegen darauf, dass Zypern endlich ein “normaler Staat” werden müsse.

Garantiemächte und Besatzungstruppen hätten in einem EU-Land wie der Republik Zypern nichts zu suchen. Deswegen sollten alle Truppen nach einer kurzen Übergangszeit abgezogen werden.

Stattdessen solle eine internationale Polizeieinheit nach einer Verhandlungslösung für einen friedlichen Übergang sorgen.

Die Insel ist nach einem Putsch griechischer Militärs und einer türkischen Invasion seit 1974 geteilt.

Ziel von Verhandlungen ist eine Föderation zwischen zwei gleichberechtigten Landesteilen – dem griechisch-zyprischen im Süden und dem türkisch-zyprischen im Norden.