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Friedensnobelpreisträger Liu kurz vor dem Tod

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Friedensnobelpreisträger Liu kurz vor dem Tod

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Der Gesundheitszustand des chinesischen Menschenrechtsaktivisten Liu Xiaobo verschlechtert sich weiter. Viel Hoffnung haben die Ärzte im Krankenhaus in Shenyang offenbar nicht, dass sie den krebskranken Liu noch retten können.

Unterdessen ist eine Diskussion über die Behandlung Lius entbrannt: Der 61-Jährige verbüßt eine 11-jährige Haftstrafe, weil er sich für politische Reformen eingesetzt hat. China weigert sich offenbar bisher, die Ausreise Lius zu gestatten, um dort eine bessere Behandlung zu bekommen. Aus Peking heißt es, man verbitte sich eine Einmischung in innere Angelegenheiten.

Über Lius wahren Gesundheitszustand dringt unterdessen wenig nach außen. Das Krankenhaus ist abgeschottet, Journalisten erhalten keinen Zutritt. Hinzugezogene ausländische Ärzte halten den Patienten grundsätzlich für transportfähig. Allerdings gibt es Zweifel daran, ob die medizinische Versorgung im Ausland wirklich besser wäre. So wurde ein Video verbreitet, in dessen Begleittext es heißt, ein deutscher Arzt aus Heidelberg habe Lius Frau gesagt, man könne ihn auch in Deutschland nicht besser behandeln.