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Gasturbinen auf Krim - Siemens unter Druck

Offenbar prüft die Staatsanwaltschaft München die Aufnahme von Vorermittlungen gegen den Technologiekonzern.

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Der Siemens-Konzern will gegen die Lieferung von mehreren Gasturbinen in die Krim juristisch vorgehen. Der Konzern erklärte, zwei von vier an Russland gelieferte Turbinen für Gaskraftwerke seien gegen den Willen von Siemens auf die Krim gebracht worden.

Eine Tochterfirma des russischen Staatskonzerns Rostech habe zuvor behauptet, dass eine Verwendung auf der von Russland annektierten Halbinsel nicht geplant sei.

Nach offiziellen russischen Angaben stammen die betreffenden Turbinen jedoch aus russischer Produktion.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete dagegen, Gasturbinen vom Typ Siemens seien die einzigen, die in die Krim-Kraftwerke passten.

Wegen westlicher Sanktionen als Folge der Krim-Annexion bekommt Russland nur eingeschränkt Zugang zu Hochtechnologie für die Öl- und Gasbranche. Medienberichten zufolge prüft die Staatsanwaltschaft München, ob Verantwortliche von Siemens gegen die Russland-Sanktionen verstoßen haben. Siemens erwägt nach eigenen Angaben eine Rückabwicklung des Vertrages über die Gasturbinen.