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Nach drei Jahren "IS"-Herrschaft: Mossul befreit und in Trümmern


Irak

Nach drei Jahren "IS"-Herrschaft: Mossul befreit und in Trümmern

Seit Tagen war sie erwartet und dann am Sonntag endlich von der irakischen Armee verkündet worden: die endgültige Befreiung Mossuls. Drei Jahre lang war die Millionenstadt fest in den Händen der “IS”-Terrormiliz. Im Oktober hatten irakische Regierungstruppen und ihre Verbündeten mit der Rückeroberung begonnen. Nach der Befreiung des Ostens der Stadt im Januar folgte der Sturm auf Westmossul.

Die IS-Dschihadisten haben ihre letzte große Hochburg verloren. Ministerpräsident Haider al-Abadi gratulierte der Armee persönlich zu ihrem Triumph. Hoch war der Blutzoll, den die Bewohner Mossuls bis zur Befreiung bezahlen mussten. Mehrere Tausend Zivilisten und Soldaten wurden getötet. Über 900.000 Menschen flohen vor Gewalt, Hunger und Folter. Wer blieb, lief Gefahr, von den “IS”-Kämpfern als Geisel oder menschlicher Schutzschild missbraucht zu werden.

Jetzt mag der sogenannte “IS” aus Mossul vertrieben sein. Doch besiegt ist die Miliz im Irak damit noch nicht. Und auch an eine Rückkehr der Zivilisten in ihre völlig zerstörte Heimatstadt ist noch lange nicht zu denken.



Die Kämpfe haben ihre Spuren hinterlassen – in der Stadt und in den Köpfen der Menschen.