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Moskau: Reaktion auf "feindselige US-Maßnahmen"


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Moskau: Reaktion auf "feindselige US-Maßnahmen"

Im diplomatischen Streit mit den USA droht die russische Regierung mit der Ausweisung Dutzender US-Diplomaten und der Beschlagnahme von Gebäuden. Das berichtet die russische Zeitung Iswestija unter Berufung auf eine Quelle im russischen Außenministerium. Hintergrund der Drohung ist demnach die Entscheidung der USA, im Dezember vergangenen Jahres beschlagnahmte Immobilien russischer Diplomaten in der Nähe von Washington und New York nicht an Russland zurückzugeben.

Die Maßnahme war Teil einer Reaktion auf die mutmaßliche Beeinflussung des US-Präsidentschaftswahlkampfes durch Russland. Deshalb hatte US-Präsident Barack Obama Ende Dezember als eine seiner letzten Amtshandlungen auch die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten verfügt.

Iswestija zufolge konnte der Immobilien-Konflikt auch nicht beim Gespräch zwischen den Präsidenten beider Länder beim G20-Gipfel in Hamburg geklärt werden. Deshalb sehe sich Moskau jetzt gezwungen, so Iswestija, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die russische Regierung wolle diesen Schritt eigentlich nicht vollziehen. Die “feindseligen US-Maßnahmen” könnten jedoch “nicht unbeantwortet bleiben”, berichtete Iswestija.