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Turkmenistan: Vorfreude auf die Asian Indoor and Martial Arts Games

Die turkmenische Hauptstadt Aschgabat wird erstmals zum Schauplatz für eine der wichtigsten Sportveranstaltungen der Region – die Asian Indoor and Martial Arts Games.

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Turkmenistan: Vorfreude auf die Asian Indoor and Martial Arts Games

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Die turkmenische Hauptstadt Aschgabat bereitet sich auf eine der wichtigsten Sportveranstaltungen der Region vor – die Asian Indoor and Martial Arts Games. Im September ist es so weit, Teilnehmer aus über 60 Ländern werden dabei sein. Nur noch ein paar letzte Handgriffe und die 30 verschiedenen Gebäude mit ihren 15 Wettkampfstätten werden fertig sein. Hier im Olympischen Stadion im Herzen der Stadt wird die große Eröffnungsfeier stattfinden.

Über ihm thront ein überdimensionaler Pferdekopf. Einer der Organisatoren der Spiele, Dayanch Gulgeldiyev, erklärt warum: “Das Pferd, das man über dem Stadion sehen kann, ist ein Achal-Tekkiner. Es gilt als Wahrzeichen Turkmenistans. Pferde sind der ganze Stolz der Turkmenen.”

21 verschiedene Sportarten stehen auf dem Wettkampfplan. Darunter traditioneller Ringkampf, Reiten, Radsport, Tennis, Schach und Bowling. Die Radrennbahn bietet Platz für 6000 Zuschauer. Während die Teams aus dem Ausland erst Anfang September anreisen werden, sind die einheimischen Sportler schon kräftig am Trainieren. Gar nicht so einfach bei über 40 Grad Celsius, wie Radprofi Rasul Hashodjaev sagt: “Wir trainieren jeden Morgen und jeden Abend. Aufgrund des heißen Wetters verlieren wir viel Kraft. Deshalb müssen wir danach wieder ordentlich Energie tanken. Das machen wir nur mithilfe natürlicher Produkte und natürlich mit Wasser.”

Es gibt aber etwas, das den Alltag der Sportler innerhalb der Spielstätten etwas einfacher macht, wie Euronews-Reporterin Maria Korenyuk erklärt: “Der ganze Komplex ist so groß, dass man entschieden hat, ein Schienennetz einzurichten. Die Bahn verbindet nicht nur die einzelnen Spielstätten miteinander, sie fährt auch bis zum Dorf der Athleten – der Ort, wo die Sportler wohnen und sich erholen.”

Beim Athletendorf handelt es sich um über 1300 Neubauwohnungen, in denen die Sportler, Trainer und Techniker untergebracht sein werden. Damit sich die Athleten von den Wettkämpfen erholen können, ist die Anlage mit Restaurants, einer Bibliothek und einem Kino ausgestattet. Eine eigene kleine Stadt in der Stadt. “Es wird eine eigene Bank geben, Freizeit- und Unterhaltungseinrichtungen, Postfilialen, Cafés und Einkaufszentren. Den Athleten werden viele verschiedene Möglichkeiten geboten, ihre Freizeit zu gestalten”, sagt der Manager der Anlage, Batyr Kokanov.

Was nach den Spielen mit der Sport- und Wohnanlage passiert, ist noch nicht klar. Die Trainer hoffen, dass sie Platz für weitere Sportevents bieten wird. Moderne Anlagen wie die in Aschgabat spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Sportarten und bei der Förderung junger, einheimischer Athleten. Sportstätten wie diese hat es vor den Asian Indoor and Martial Arts Games in Turkmenistan noch nicht gegeben, sagt Schwimmtrainer Sergey Yepifanov:

“Die Anlagen können dabei helfen, neue Sportarten zu entwickeln. Natürlich hängt das davon ab, wie diese Sportstätten in Zukunft genutzt werden. Aber bis jetzt hatten wir überhaupt nichts. Jetzt können wir hier Trainingscamps oder internationale Sportveranstaltungen organisieren.”

Man darf gespannt bleiben, wie es mit dem modernen Sportkomplex in der turkemischen Hauptstadt weiter gehen wird. Aber jetzt steht erst ein mal die Vorfreude auf Asian Indoor and Martial Arts Games im Vordergrund. Sie gehen am 17. September in Aschgabat in ihre fünfte Runde. Die große Abschlusszeremonie findet zehn Tage später am 27. September statt.