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China: Manöver im Mittelmeer

Die chinesische Marine führte auf dem Weg in die Ostsee Schießübungen mit scharfer Munition im Mittelmeer durch.

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Das chinesische Militär verstärkt seine Aktivitäten im Mittelmeer. Auf dem Weg zu gemeinsamen Manövern mit Russland in der Ostsee führte die chinesische Marine Schießübungen im Mittlmeerraum durch. Beteiligt waren nach Angaben des chinesischen Verteidigungsministeriums ein Zerstörer, eine Fregatte und ein Marine-Versorgungsschiff “neuester Bauart”. Der erste Teil des chinesisch-russischen Manövers “Joint Sea 2017” findet vor Königsberg und Sankt Petersburg statt.

Erleichtert werden chinesische Manöver im europäischen Raum künftig durch die erste chinesische Militärbasis im Ausland, die gerade im ostafrikanischen Dschibuti entsteht. Chinesische Medien berichteten, Schiffe mit Militärangehörigen seien von der Hafenstadt Zhanjiang in See gestochen, um den Stützpunkt betriebsbereit zu machen. An dessen Aufbau wird seit vergangenem Jahr gearbeitet.

Laut der chinesischen Regierung handelt es sich um eine rein logistische Basis zur Unterstützung friedenssichernder und humanitärer Missionen chinesischer Marineschiffe. Diese seien auch am Kampf gegen Piraten in der Region beteiligt.

Dschibuti liegt strategisch günstig am Schnittpunkt von Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Viele Nationen betreiben dort militärische Stützpunkte.