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Abgelöst: Gigantischer Eisberg treibt in der Antarktis


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Abgelöst: Gigantischer Eisberg treibt in der Antarktis

In der Antarktis hat sich eine gigantische Eismasse von ihrem Gegenpart, dem Larsen-C-Schelfeis, getrennt.

Mit einer Länge von 175 Kilometern und einer Breite von bis zu 50 Kilometern ist er einer der größten Eiskolosse, den Wissenschaftler in den letzten drei Jahrzehnten registriert haben.

Schon vor einigen Wochen war auf Satellitenbildern der europäischen Weltraumbehörde Esa ein Riss im Larsen-C-Schelfeis beobachten worden. Er näherte sich immer weiter der Eiskante.

Mit rund 6000 Quadratkilometern ist der abgelöste Eisklotz mehr als doppelt so groß sein wie das Saarland und fast sieben Mal so groß wie Berlin.

Nach Schätzungen des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven wird es keine zwei Jahre dauern, bis das Eis vollständig schmilzt.

Eine Gefahr für Menschen oder die Schifffahrt bestehe nicht.

Schelfeise sind auf dem Meer schwimmende Eismassen, die mit Gletschern verbunden sind und von ihnen gespeist werden.

Entdecken Sie auf der folgenden Karte, wo sich der Eisberg abgetrennt hat.

Ein Satellitenbild der abbrechenden Eisplatte, veröffentlicht von der Esa.

Auf der Internetseite der NASA) kann man die Bewegungen im Eis im Saltellitenbild beobachten.