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Im Vakuum durch die Röhre - Hyperloop-Test erfolgreich

Nur 500 meter, nur Tempo 100 - aber der erste Test der HighTech Rohrpost war erfogreich

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Im Vakuum durch die Röhre - Hyperloop-Test erfolgreich

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Schnell wie der Schall – fast. Das ist die Vision von Hyperloop, einer Art HighTech Rohrpost für Menschen und Waren. Mehrere Firmen arbeiten an der Umsetzung dieser Idee, Hyperloop One hat jetzt Bilder und Daten eines ersten Tests veröffentlicht, der schon im Mai stattgefunden hat. Die Hyperloop-Kapsel schwebte ganze fünf Sekunden und erreichte gerade mal eine Höchstgeschwindigkeit von 112 km/h. Die Teststrecke ist allerdings auch nur 500 Meter lang. Trotzdem sind Entwickler und Investoren mehr als zuversichtlich:

Shervin Pishevar, Mitgründer und CEO: “Der erste Lebensgroße Hyperloop Testaufbau steht hinter uns, wir können ihn jetzt der Welt zeigen. Mit dem Vakuum können wir jetzt Bedingungen herstellen als ob wir in 60 Kilometer Höhe fliegen würden. Der Hyperloop ist jetzt real.”


Technisch ist der Schnellzug in der Röhre eine echte Herausforderung: Gegen den Luftwiderstand nahezu Schallgeschwindigkeit zu erreichen würde immens viel Energie brauchen. Im Beinahe-Vakuum ist Schallgeschwindigkeit mit sehr viel weniger Energieeinsatz zu erreichen. Die Techniker sind sich sicher, die entscheidenden Probleme gelöst zu haben:

Mitgründer und Chefingenieur Josh Giegel: “Die Schwebetechnik ist magnetisch, auch die Führung. Wir haben den kontaktlosen elektromagnetischen Antrieb, der den Schlitten in der Röhre beschleunigt. Und wir haben die Röhre, die ein Vakuum herstellt,da braucht der Schlitten nur einen kleinen Schubs und er fliegt los.”

In den nächsten Wochen sollen weitere Tests stattfinden, bei denen dann die 400 Kilometer Marke angepeilt werden soll. Hyperloop hat hat Risikokapital in Höhe von 160 Millionen Dollar eingesammelt. Auch wenn sich die Technologie noch in einem Anfangsstadium befindet, das weltweite Interesse ist groß. In Deutschland hat die Lufthansa Interesse an dem Projekt bekundet.