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Ankaras Vorgehen gegen Menschenrechtler überschattet Vorbereitungen der EU von Spitzentreffen


Redaktion Brüssel

Ankaras Vorgehen gegen Menschenrechtler überschattet Vorbereitungen der EU von Spitzentreffen

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit Ankara hat EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini am Dienstag in Brüssel den türkischen Europaminister empfangen.

Das Treffen diente der Vorbereitung für den Besuch des türkischen Außenministers in der nächsten Woche.

Für Gesprächsstoff im europäisch-türkischen Verhältnis sorgt derzeit vor allem das Vorgehen Ankaras gegen Bürgerrechtler.

Amnesty International warf dem Regime eine “politisch motivierte Hexenjagd” vor, nachdem mehrere Aktivisten festgesetzt wurden.

Ihnen wird vorgeworfen, einer terroristischen Vereinigung anzugehören.

Die Europa-Direktorin der Menschenrechtsorganisation, Iverna McGowan, forderte von der EU eine deutlichere Sprache gegenüber Ankara.

Mogherini müsse bei ihren Gesprächen öffentlich und unmißverständlich das Vorgehen der türkischen Justiz anprangern.

Amnesty International werde nicht ruhen, bis daß alle festgesetzten Aktivisten wieder auf freiem Fuß seien, sagte McGowan.

Idil Eser, die Landesdirektorin von Amnesty in der Türkei, sowie fünf weitere Menschenrechtsaktivisten sind seit dem 5. Juli in Haft, darunter auch ein Deutscher.

Die Türkei will ihnen den Prozess machen.

Solange sollen sie in Haft bleiben.

Wann das Verfahren beginnt, ist indes offen.

Vier weitere Aktivisten wurden inzwischen wieder freigelassen.

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