Eilmeldung

State of the Union diese Woche mit diesen Themen: Brexit - es geht um die Wurst; Polen - letzte Warnung aus Brüssel; Flüchtlinge - EU hilft Libyen

Nachdem in der ersten Begegnung zwischen der EU und Großbritannien der Kalender und die Themen vereinbart wurden, ging es in der zweiten Verhandlungsrunde in Brüssel ums…

Sie lesen gerade:

State of the Union diese Woche mit diesen Themen: Brexit - es geht um die Wurst; Polen - letzte Warnung aus Brüssel; Flüchtlinge - EU hilft Libyen

Schriftgrösse Aa Aa

Nachdem in der ersten Begegnung zwischen der EU und Großbritannien der Kalender und die Themen vereinbart wurden, ging es in der zweiten Verhandlungsrunde in Brüssel ums Politische.

Für beide Seiten stand viel auf dem Spiel, wie EU-Chefunterhändler Michel Barnier erklärte.

“Wir kommen zum Kern der Sache. Wir müssen unsere jeweiligen Positionen klären und vergleichen, um Fortschritte zu machen”, so Barnier.

Die Gespräche hatten kaum begonnen, da sorgte in London ein Foto für Aufregung.

Es zeigte den britischen Chefunterhändler David Davis und sein Team ohne auch nur das kleinste Papier am Verhandlungstisch.

Dagegen sitzen die EU-Vertreter vor dicken Ordnern.

Soll heißen: die Europäer sind vorbereitet, die Briten nicht.

Doch jenseits von solchen Mutmaßungen, ging es vor allem um die drei bekannten Knackpunkte: Londons Altschulden, Rechtssicherheit für Expats und die inner-irische Grenze.

Die britische Regierung ist beim Thema Brexit tief gespalten und gibt kein gutes Bild ab.

Eine nationale Image-Pflege tat daher not.

Und wer versteht sich darauf besser als die Mitglieder des Könighauses?

Prinz William und seine Gattin Kate waren diese Woche auf einer diplomatischen Charme-Offensive in Deutschland und Polen.

Die Botschaft: Britannien ist eigentlich very nice.

Eine Charme-Offensive einer ganz anderen Art könnte derzeit auch Polen gebrauchen.

Das Land erhielt von Brüssel die ultimative Aufforderung, seine umstrittene Justizreform nicht umzusetzen.

Für die EU geht es dabei um nichts weniger als die Zukunft des Rechtsstaats.

Um dem Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer Herr zu werden, bemüht sich die EU um Einfluß in Libyen und der Sahel-Zone.

Der Außenministerrat beschloß vor allem Maßnahmen, die dem vom Bürgerkrieg zerstörten Libyen helfen sollen.

Dabei geht es um den Kampf gegen Schlepperbanden sowie um bessere Grenzkontrollen des nordafrikanischen Landes.