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"Möglicherweise mehr Treffen" - Außenminister über Putin und Trump bei G20

In einem Interview hat sich der russische Außenminister Lawrow über die Treffen von Putin und Trump auf dem G20-Gipfel in Hamburg gesprochen. Brisant sind die wegen der Russland-Ermitttlungen des US-Senats.

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"Möglicherweise mehr Treffen" - Außenminister über Putin und Trump bei G20

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Nach Angaben von Russlands Außenminister gab es beim G20-Gipfel in Hamburg Anfang Juli mehr Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und seinem US-Amtskollegen Donald Trump gegeben als bisher bekannt. Bisher hatten US-Medien von drei Treffen berichtet. In einem Interview hat Sergei Lawrow die Bedeutung der Treffen nun heruntergespielt, er wählte dabei einen ungewöhnlichen Vergleich.

“Wenn ihre Eltern Sie in den Kindergarten gebracht haben, dann haben Sie sich doch unter andere Kinder gemischt, um in den Klassenraum zu gehen, oder nicht?”, so Lawrow. Und weiter: “Nun, es gibt einen Raum, in dem sich alle Treffen, bevor das eigentlichte Ereigniss losgeht. Es können ja nicht alle im selben Bus ankommen. So könnten sich die beiden Präsidenten also tatsächlich mehr als drei Mal getroffen haben… Vielleicht waren sie ja auch zur gleich Zeit auf der Toilette.”

Zu den Verbindungen zwischen Trump und dem Kreml wurde zuletzt Trumps Sohn Donald jr. vor einen Ausschuss des US-Senats geladen. Dabei geht es um eine mögliche Beeinflussung des zurückliegenden Wahlkampfs. Auch Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner soll gehört werden.

“Man versucht der US-Regierung das Leben schwer zu machen, es ist ein Kampf”, so Lawrow weiter in dem Interview. Auf die Frage, auf welcher Seite Russland dabei stehe, sagte Lawrow, Moskau stünde auf der Seite der Gerechtigkeit.

Nach dem G20-Gipfel in Hamburg hatte Trump am 9. Juli per Kurznachrichtendienst angegeben, er habe zwei Mal auf den russischen Präsidenten eingewirkt und ihn gefragt, ob Moskau sich in die US-Wahlen eingemischt habe:


Das Weiße Haus hatte zuletzt bestätigt, dass es in Hamburg ein Treffen zwischen Putin und Trump an Rande eines Essens mit den Ehepartnern der Teilnehmer gegeben habe. Dieses habe ohne US-Übersetzer und ohne Mitglieder des US-Staatsschutzes stattgefunden – ein Umstand, den Sicherheitsexperten in den USA als bedenklich eingestuft haben.