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Jerusalem: kein Frieden in Sicht


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Jerusalem: kein Frieden in Sicht

Israel hat am Tempelberg neue Überwachungskameras direkt oberhalb der umstrittenen Metalldetektoren installiert. Die neuen Sicherheitsmaßnahmen hatten zu den schlimmsten Ausschreitungen in Jerusalem seit langem geführt, in einer Spirale der Gewalt wurden israelische Polizisten und Siedler getötet, auch mehrere Palästinenser starben. die Regierung besteht auf verbesserten Sicherheitsmaßnahmen, ein Abbau der Detektoren komme noch nicht in Frage. Man suche Alternativen wie zum Beispiel Kameras mit Gesichtserkennung und höherer Polizeipräsenz.


Der Mufti von Jerusalem verlangte eine Rückkehr zu dem Status, der bis vor zehn Tagen gegolten hatte, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verkündete den Abbruch der Beziehungen. Alle Beteiligten sehen die Gefahr einer gefährlichen Eskalation. Papst Franziskus meldete sich in Rom zum Wort:

“Brüder und Schwestern, mit Beklommenheit beobachte ich die wachsenden Spannungen und die Gewalt der letzten Tage in Jerusalem. Sehr bedrückt muss ich aufrufen zu Mäßigung und zum Dialog.”


Der Streit um den Tempelberg zieht immer weitere Kreise: Ägypten, Frankreich und Schweden beantragten eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, um eine weitere Eskalation zu verhindern.