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Liste mit angeblichen deutschen Terror-Firmen zurückgezogen

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Liste mit angeblichen deutschen Terror-Firmen zurückgezogen

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Im Streit zwischen Deutschland und der Türkei scheint Ankara einzulenken. Die türkische Regierung zog eine umstrittene Liste mit knapp 700 angeblich terrorverdächtigen deutschen Unternehmen zurück. Dem Innenministerium in Ankara zufolge gibt es keine Ermittlungen gegen Daimler, BASF oder selbst eine Döner-Bude in NRW, wie vorher berichtet wurde. Die Interpol-Stelle in der Türkei hat nach Angaben der türkischen Regierung die ursprüngliche Bitte an das BKA zurückgezogen, zu den Unternehmen verschiedene Informationen zu liefern.


Am vergangenen Donnerstag hatte der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel von einer Neuorientierungen in den Beziehungen zur Türkei gesprochen. So will das deutsche Wirtschaftsministerium mit den EU-Partnern beraten, ob die Zollunion mit der Türkei ausgeweitet werden soll. Im Gespräch sind härtere Bedingungen.

Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble legte im Streit noch mal nach. Er sagte, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan setze die lange Partnerschaft mit Deutschland aufs Spiel. Zuvor hatte er das Land mit der DDR verglichen. Hintergrund sind die Verhaftungen von Journalisten und des Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner.