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Kamerun: Pflastersteine aus Plastikmüll

Plastikmüll wird in Kameruns Hauptstadt Jaunde zunehmend zum Problem: Flüsse und Abflüsse sind verstopft. Nach Regenfällen sorgt dieser Zustand für Überschwemmungen in der Stadt. Zwar versucht die Stadt seit Jahren gegen die Plaste anzukämpfen, doch Plastiktüten – und Flaschen sind beliebt in dem armen Land, wo das Durchschnittseinkommen weniger als 4 Euro am Tag beträgt.

Eine Initiative des pensionierten Prominenten, dem Fußballer Roger Milla will diesen Zustand jetzt ändern: Der Plastikmüll soll zu Baumaterial recycelt werden. Der 42-Jährige setzt sich mit seiner Organisation “Coeur d’Afrique” (Herz von Afrika) auch für die Bekämpfung Jugendarbeitslosigkeit ein und kümmert sich um Waisenkinder.

In Zusammenarbeit mit den Stadträten und der Müllentsorgungsfirma Hysacam stellt “Coeur d’Afrique” rund 300 JUgendliche an, die regelmäßig Plastikmüll aus den Flüssen der Stadt fischen. Drei Tage pro Woche arbeiten sie für rund 4 Euro am Tag.

“Meine Stiftung kümmert sich um die Umwelt und wir sind hier, um all diesen Müll hier zu beseitigen, der der Bevölkerung schadet und den Flusslauf stört.” sagte der Fussballstar.

Der Müll wird von Hysacam gesammelt und sortiert, danach wird der Plastikmüll in einem großen Behälter über Holzfeuer geschmolzen. Später wird Sand hinzugefügt und die Masse in Formen gegossen. Wasser wird dafür nicht benötigt, die Masse trocknet bei Lufttemperatur innerhalb von 15 Minuten- wesentlich schneller als konventionelle Methoden. Die entstandenen Pflastersteine können dann verbaut werden. Sie sind wesentlich günstiger zu produzieren als herkömmliche Pflastersteine aus Zement.

Bisher haben rund 750 Jugendliche durch das Projekt des Fussballers ein Training erhalten, Ziel ist es, bis Ende des Jahres 2.500 Junge Menschen zu trainieren, so die Projektleiter.

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