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Aus dem Meer gefischter Plastikmüll wird zu Mode


Spanien

Aus dem Meer gefischter Plastikmüll wird zu Mode

Was den spanischen Fischern jeden Tag in die Netze geht, ist kein besonders ansehnlicher Fang: Flaschen, Tüten, Reifen und viele andere Plastikabfälle. Das Meer ist eine Müllhalde, das bekommen sie als Erste spüren. Dabei lässt sich der unerwünschte Beifang wiederverwerten. Genau das tun derzeit gut 2000 spanische Fischer in Region rund um Valencia. Sie arbeiten mit einem Ökolabel zusammen, das aus recyceltem Plastik Mode macht.

Dafür wird der Müll gesammelt und getrennt. Besonders begehrt: PET-Flaschen. Diese werden zerkleinert, in Pellets umgewandelt und später zu Fäden versponnen.

Upcycling the ocean lautet das Motto der Firma Ecoalf, gegründet 2012 von Javier Goyeneche. Im Angebot: Jacken, Bademode, Rucksäcke oder Schuhe.

“Wir brauchen rund 60 Flaschen für einen Meter Stoff”, erklärt Javier Goyeneche. “Diese Jacke (zeigt ein Modell) besteht aus gut 80 bis 90 Plastikflaschen.” Die Idee kam Javier Goyenche, der vorher bereits erfolgreich ein Modeunternehmen aufgebaut hatte, nach der Geburt seines Sohnes Alfredo.

Goyeneche wollte Fashion mit Umweltbewusstsein vereinen. “Wir haben im vergangenen Januar einen Test mit gut eintausend Sporttauchern in Thailand durchgeführt und an einem Tag 7,5 Tonnen Müll aus dem Meer geholt. Das ist ein Riesenproblem, nicht nur für Spanien oder Thailand, sondern auch für Mexiko, Kolumbien oder Hawaii. Es ist ein globales Problem.”

Es gibt noch viel zu tun. Geschätzte 10 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr im Meer.


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