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Atomverhandlungen mit dem Iran nach Fristende fortgesetzt

Die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm sind am Mittwochmorgen in Lausanne fortgesetzt worden.

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Atomverhandlungen mit dem Iran nach Fristende fortgesetzt

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“Nach Fristablauf werden die Atomgespräche ohne die Außenminister Russlands, Chinas und Frankreichs fortgesetzt. Der iranische Außenminister erklärte, man könne ein umfassendes Abkommen nach den Verhandlungen am Mittwoch niederschreiben, aber eine Erklärung, die zeigt, dass man eine gemeinsame politische Verständigung erzielt hat, ist noch nicht in Reichweite”, berichtet die iranische eruonews-Reporterin aus Lausanne.

Im Kern des Konflikts geht es um die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass der Iran nicht unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms Atombomben entwickelt. Der Westen fordert verlässliche Garantien und Kontrollen. Teheran will die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen.

Strittig war zuletzt vor allem, wie der Iran nach einer mehrjährigen Phase, in der höherwertige Atomforschung untersagt ist, weiter verfahren darf. Teheran will nach Ablauf einer solchen Frist sein Atomprogramm wieder uneingeschränkt betreiben dürfen. Der Westen fordert auch danach Restriktionen.

Zudem ging es um den Zeitrahmen für die Aufhebung von UN-Sanktionen, die den Transfer von Atomtechnologie in den Iran verbieten, und die Frage, wie Sanktionen schnell wieder greifen könnten, falls der Iran gegen Vereinbarungen verstößt.

Weiterführende Links

IAEO zu Irans Atomprogramm

EU-Factsheet zu Aktionsplan

EU-Sanktionen gegen Iran