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Airlines: Verspätungsärger wegen zu wenig Kontrollpersonal


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Airlines: Verspätungsärger wegen zu wenig Kontrollpersonal

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Hagelstürme, Vogelschwärme, 45 Grad Hitze am Zielort – fliegendes Personal und genervte Passagiere kennen Dutzende Gründe für Flugausfälle und Verspätungen. Jetzt haben führende europäische Fluggesellschaften einen neuen Grund für Verspätungs-Alarm ausgemacht:

Thomas Reynaert, Geschäftsführer von Airlines for Europe (A4E):
„Die Sicherheitskontrollen verursachen Verzögerungen. Die Regierungen schaffen nicht genügen Kontrollmitarbeiter heran. Man bräuchte mehr Personal, um Unterbrechnungen zu vermeiden.”

An manchen Flughäfen in Europa hätten sich in dieser Reisesaison die Verspätung verdreifacht, so Airlines for Europe. Die Gruppe vertritt 14 Fluggesellschaften, unter anderem IAG, Air France–KLM, EasyJet, Lufthansa und Ryanair. Auslöser seien verschärfte Grenzkontrollen bei der Einreise in die EU.




Thomas Reynaert, Geschäftsführer von Airlines for Europe (A4E):

„Die nötige Zeit für die Sicherheitskontrollen können Sie gut und gern verdoppeln. Aber selbst das reicht in einigen Fällen nicht. Und das liegt nur am Mangel an Personal und Ressourcen an bestimmten Flughäfen “

Von bis zu vier Stunden Wartezeit berichten Fluggäste aus Madrid, Palma de Mallorca, Lissabon, Lyon, Paris-Orly, Mailand oder Brüssel. In Paris Charles-de-Gaulle droht das Air-France-Personal mit Streik. Wegen Angriffen frustrierter Passagiere.

In mehr als 45 Prozent der Verspätungen seien die Fluggesellschaften selbst schuld, kontert Prof. Ronald Schmidt vom Rechtshilfe-Portal „Fairplane“: „Viele halten keine Ersatzflugzeuge bereit, sodass es dauert, wenn ein Flieger ausfällt.“

su