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26-jähriger Messerangreifer von Hamburg hätte offenbar abgeschoben werden sollen


Deutschland

26-jähriger Messerangreifer von Hamburg hätte offenbar abgeschoben werden sollen

Ein Mann hat in einem Einkaufszentrum in Hamburg-Barmbek mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Eine Person starb, sechs weitere wurden verletzt. Das teilte die Polizei mit.

Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Die Bild-Zeitung berichtet, er habe “Allahu Akbar” gerufen. Die Polizei Hamburg hat auf Twitter erste Erkenntnisse kommuniziert. Der Angreifer ist offenbar 26 Jahre alt und kommt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Der Mann hatte aber keine Papiere, hatte einen Aslantrag gestellt – und hätte offenbar abgeschoben werden sollen. Hamburgs Oberbürgeremeister Olaf Scholz sagte: “Offensichtlich handelte es sich um einen Ausländer, der ausreisepflichtig war, aber nicht abgeschoben werden konnte, weil er keine Papiere hatte. Das zeigt umso dringlicher, dass diese rechtlichen und praktischen Hindernisse bei der Abschiebung beiseite geräumt werden müssen.”

Offenbar hatte der Verdächtige Kontakte zur salafistischen Szene. Es soll sich aber um einen Einzeltäter handeln.

Die sechs Verletzten sind eine Frau und fünf Männer, die in verschiedenen Krankenhäusern der Hansestadt behandelt werden. Der Tote sei ersten Erkenntnissen nach ein 50 Jahre alter Mann.

Die Polizei sucht auch noch nach Zeugen der Messerattacke.


Der Tagesspiegel berichtet unter Berufung auf Sicherheitskreise, der Mann sei den Behörden als Islamist bekannt gewesen. Bei dem Angriff soll er religiöse Kleidung getragen haben.

Der Angreifer sei ein 1991 in Saudi-Arabien geborener Palästinenser, der als Flüchtling nach Deutschland gekommen sein soll, so der Tagesspiegel. Er soll in Hamburg einer einfachen Beschäftigung nachgegangen sein.


Zum Motiv und weiteren Hintergründen der Tat gibt es im Moment von der Polizei keine Angaben. Es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt, hieß es. Meldungen über ein Raubmotiv hätten sich nicht bestätigt.

Die Polizei war mit Maschinengewehren und einem Hubschrauber vor Ort. Auch die Mordkommission und der Staatsschutz waren da, so die Bild-Zeitung.

Polizeisprecher Timo Zill


Ein Augenzeuge berichtet


dpa/euronews/Foto: Reuters