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Wenn das Geld nicht bis zum Monatsende reicht


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Wenn das Geld nicht bis zum Monatsende reicht

Knapp ein Viertel der Europäer ist laut dem europäischen Statistikamt Eurostat von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht – aller wirtschaftlichen Erholung zum Trotz. Und das, obwohl viele von ihnen Arbeit haben. Nur leider oft schlecht bezahlte und befristete Arbeit.

Beispiel Spanien: In Andalusien sind es gar um die vierzig Prozent der Bevölkerung, die mit weniger als dem Referenzeinkommen durchhalten müssen. In Spanien liegt die Armutsgrenze bei etwa 8.000 Euro für das ganze Jahr. Wir trafen ehemalige Unternehmer und Führungskräfte, die ihre Hypotheken und Kredite nicht mehr abstottern konnten und Wohnung und Geschäft verloren, Menschen, die sich seit Jahren mit schlecht bezahlten Hilfsjobs über Wasser halten oder arbeitslos sind. Vor allem die Kinder leiden darunter. Fehlernährung, mangelnde Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben und schlechte Startchancen für die Zukunft sind die Folge.




Beispiel Deutschland: Obwohl das Land ein Musterbeispiel für Wachstum und Beschäftigung ist, sind hier zwanzig Prozent laut Statistik armutsgefährdet. Mini-Jobber, Arbeitnehmer, die sich von einem Zeitvertrag zum nächsten hangeln, und etliche, die trotz jahrzehntelanger Einzahlungen in die Rentenkasse mit Altersarmut rechnen müssen. Ein Handwerker und drei Musiklehrer führen uns vor, was “flexibles Arbeiten” bedeuten kann, und wie es sich mit einem Rentenbescheid von rund 300 Euro lebt.



Mit der Sozial- und Rentenexpertin Monika Queisser von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung reden wir über die Folgen der Arbeitsmarktreformen, Armutssymptome, auf die man achten muss, und was gegen den finanziellen und sozialen Abstieg und Kinderarmut getan werden könnte.