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Seeblockade: Catania wehrt sich gegen das "Schiff der Schande"


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Seeblockade: Catania wehrt sich gegen das "Schiff der Schande"

Sie nennen es “Schiff der Schande” und wollen es nicht in ihrem sizilianischen Heimathafen Catania sehen. Dutzende Aktivisten blockierten die Zufahrt zum Hafen, damit ein von der umstrittenen “Identitären Bewegung” gechartertes Schiff nicht einlaufen und Aktivisten an Bord nehmen kann. “Ziel des Schiffes Namens “C-Spanist die Blockade von Rettungsaktionen vor der libyschen Küste; die Aufnahme von Migranten durch Hilfsorganisationen soll verhindert werden.

Luca Nicotra von der Kampagenenplattform Avaaz: “Wir haben mit mehreren dutzenden Booten den Hafen von Catania symbolisch für die C-Star blockiert. Und wir haben die Hafenbehörde, den Miniater, den Bürgermeister aufgefordert, den Hafen zu schliessen.

Mehrere NGOs, die Rettungseinsätze für Flüchtlinge im Mittelmeer durchführen, blicken besorgt auf die Aktion. Auch das Anti-Rassismus-Komitee der französischen Regierung verurteilt die Aktion und hat juristische Schritte eingeleitet. Die identitäre Bewegung gilt als rechtsextrem und finanziert ihre Mission “Defend Europe” durch Crowdfunding, es sind mehr als 100’000 US-Dollar zusammengekommen. Man wolle auf “den kriminellen Schlepperwahnsinn im Mittelmeer hinweisen”. Das Schiff kommt jetzt aus Zypern, nachdem es für einige Tage an die Kette gelegt worden war.

Hilfsorganisationen waren letztens häufiger in die Kritik gekommen, sie würden Migranten erst ermuntern, die Boote zu besteigen. Noch “extremere Positionen meinen, die Menschen sollten einfach bleiben wo sie sind, Helfer seien Gutmenschen. Dem gegenüber positioniert sich eine breite Öffentlichkeit inklusive vieler NGOs, die bedingungslose Hilfe für selbstverständlich halten.

Hier der Link zum Twitter Feed der Aktion der Identitären Bewegung, der als Ganzes einen interessanten Einblick gibt: