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Neue Runde in italienisch-französischer "Seechlacht" um Prestigewerft


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Neue Runde in italienisch-französischer "Seechlacht" um Prestigewerft

Sehr französische Antwort auf das Tauziehen – Arbeitstitel in Frankreich “Seechlacht” (“bataille navale”) – um die Großwerft STX France: «Wir haben beschlossen, das
Vorkaufsrecht des Staates für STX auszuüben», so Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire.


In Rom will er die vom abgelösten Präsidenten François Hollande vorgesehene übernahme der Presigewerft in Saint-Nazaire durch Fincantieri trotzdem weiterbringen. Für die Franzosen kein Widerspruch. Es geht offenbar um die Beteiligungsformel: Nach Medienberichten (“Corriere della Sera”) ist Le Maire für 50-50 plus im Streitfall eine Stimme des von Fincantieri zu bestimmenden Chefs des Verwaltungsrats. Europas größtes Schiffbauunternehmen, kontrolliert vom italienischen Staat, besteht auf einer absoluten Mehrheit.

In Rom wird mit Bitterkeit angemerkt, dass Konzerne aus Frankreich seit Jahren offensiv – teils feindlich – italienische Firmen aufkaufen, die in französischer Diktion als Prunkstücke gälten, etwa Bulgari, Gucci, Parmalat oder Telecom Italia.

su mit dpa, AFP