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Selbstmordanschlag gegen Moschee in Herat: 29 Tote, mehr als 60 Verletzte

Mehr als 20 Menschen wurden dabei getötet. Nach Angaben von Augenzeugen stürmten zwei Attentäter die Moschee, einer davon zündete demnach Sprengstoff.

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Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee im westafghanischen Herat sind mindestens 29 Menschen getötet worden. Das bestätigte ein Sprecher des Gouverneurspalastes. 64 Menschen seien verletzt. Die Moschee sei voll besetzt gewesen, hieß es.

“Den Berichten zufolge waren es zwei Angreifer, die in die Moschee kamen. Erst der eine, dann der andere, er begann zu schießen und der erste brachte den Sprgenstoff zum Explodieren”, so Abdul Ahad Walizada, Sprecher der Polizei in Herat.

Wer hinter der Tat steckt, blieb zunächst unklar. Ein Sprecher der radikalislamischen Taliban verbreitete per Kurznachrichtendienst, die Taliban hätten mit dem Anschlag nichts zu tun. In den vergangenen Monaten waren es vor allem Kämpfer der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die wiederholt schiitische Moscheen und Versammlungen der schiitischen ethnischen Minderheit der Hasara angegriffen hatten.