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Black Sea Jazz Festival: Jazz aufgepeppt


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Black Sea Jazz Festival: Jazz aufgepeppt

Die 11. Ausgabe des Black Sea Jazz Festivals hat, wie es die Tradition verlangt, nur wenige Meter von den Stränden Batumis stattgefunden, der drittgrößten Stadt Georgiens. Auf dem Programm De La Soul, Cory Henry & The Funk Apostles und Jamiroquai.

Jazz am Schwarzen Meer – einst gar nicht so einfach, erzählt Kakhi Kandelaki, einer der Gründer, seine Familie hat quasi den Jazz nach Georgien gebracht, als er dort verboten war: “Georgien war eine der Sozialistischen Sowjetrepubliken und es war sehr gefährlich, Jazz im Radio oder auf Platten zu hören oder zu kaufen. Mein Vater wurde General Manager der Plattenfirma Melodiya, das war die einzige der Sowjetunion. Ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, aber er hat ein Festival 1978 veranstaltet, das war eins der ersten Festivals der Sowjetunion.”

Er trat in die Fußstapfen seines Vaters und gründete vor zehn Jahren das Black Sea Jazz Festival: “Zu Beginn waren wir nur 200, 300 Leute, aber die Musiker waren gut – wie Tânia Maria, Marcus Miller, wir haben mit namhaften Leuten angefangen, und wir machen heute mit 20.000, 25.000 Besuchern weiter.”



Die Generalprobe von Cory Henry and the Funk Apostles: ein Vorgeschmack auf das Eröffnungskonzert am Abend und auf das neue Album im September: “Diese neue Einspielung der Funk Apostles dreht sich um die Liebe”, erklärt Henry. “Menschen am Anfang oder Ende einer Beziehung, Menschen, die nach Liebe suchen, Menschen, die verliebt waren und deren Herz gebrochen wurde – sie alle haben sich in einem unserer Songs wiedergefunden, denn sie stehen alle in der Wirklichkeit – es ist das, was sie erlebt haben.” Er selbst begann seine Karriere als Jazz-Pianist, -Organist und Gospel-Musiker als Wunderkind mit zwei Jahren in Brooklyn.



Das Festival in Batumi hat heute um die 7.000 Besucher pro Tag und hat sich in den zehn Jahren seines Bestehens verjüngt. Veranstalter Giorgi Kereselidze: “Wir sind langsam vom Jazz zu leichterer Musik übergegangen, die besser in die Zeit passt. Das hat auch das Alter unserer Besucher gesenkt, und wir konnten dadurch dynamischere Musiker einladen – und das hat wiederum die Besucherzahl erhöht.”



Die Hauptattraktion beim Schwarzmeer-Jazz-Festival waren Jamiroquai mit Lead-Sänger Jay Kay und dem neuen Album “Automaton”.



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