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Selbstmordattentat auf gepanzerten Nato-Konvoi


Afghanistan

Selbstmordattentat auf gepanzerten Nato-Konvoi

Bei einem Selbstmordanschlag der radikalislamischen Taliban auf einen Nato-Konvoi in der südafghanischen Provinz Kandahar hat es nach Angaben der Nato-Mission Resolute Support Opfer gegeben. Es ist aber nicht klar, ob Soldaten
verletzt oder getötet wurden, wieviele Opfer es gab oder aus welchem Land sie stammen.

Der afghanische Sender 1TV hatte zuvor unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet, es handele sich um einen US-Konvoi. Sollten US-Soldaten ums Leben gekommen sein, so würden die US-Streitkräfte die Todesfälle laut einer im Juli eingeführten neuen Regel erst bekanntgeben, sobald die Angehörigen in Kenntnis gesetzt worden sind. Das hat in einem Fall bereits zwei Tage gedauert.

Der Selbstmordattentäter hatte gegen Mittag ein mit Sprengstoff beladenes Auto in den Konvoi gerammt. Zivile Opfer habe es nicht gegeben. Die radikalislamischen Taliban hatten sich per Twitter zu der Tat bekannt. Der Angriff sei gegen ausländische Truppen nahe einer Basis des afghanischen Geheimdienstes NDS gerichtet gewesen, heißt es in dem Tweet. Die Provinz Kandahar ist eine Hochburg der Taliban. Kämpfe hatten sich bisher auf die Nachbarprovinz Helmand konzentriert, wo die Taliban heute etwa 80 Prozent des Territoriums halten. In den vergangenen Monaten hat aber auch in Kandahar die Zahl der Anschläge und Talibanoffensiven zugenommen.