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Grundsteinlegung für 1100 neue Siedlerhäuser im Westjordanland

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu rühmt sich, niemand tue mehr für die Siedler als seine Regierung

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Grundsteinlegung für 1100 neue Siedlerhäuser im Westjordanland

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Rund 10 Kilometer nach Jerusalem, nur 5 Kilometer bis Bethlehem: hier liegt eine 1985 gegründete israelische Siedlung im Westjordanland. Premier Benjamin Netanjahu hat jetzt den Grundstein für weitere 1100 Häuser gelegt, in denen die Siedler von Amona untergebracht werden sollen, alle streng religiöse Juden, die ihre Siedlung im Frühjahr räumen mussten. Die palästinensischen Besitzer hatten gerichtlich ihre Rechte durchgesetzt. Israel hat die Siedlung zwar geräumt, das verlassene Gelände dann aber zum militärischen Sperrgebiet erklärt und so eine Rückgabe verhindert.


Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hielt dort eine Rede: “Wir haben uns mit allen Behörden zusammen gesetzt, Verteidigung, Bau und Finanzen, um der Gemeinde der Amichai, den evakuierten von Amona eine neue Heimat zu geben. Sie verdienen ein Zuhause, so schnell wie möglich. Keie Regierung tut mehr für Erez Isreal, für den Siedlungsbau als meine.”

Erez Israel wird das Land der biblischen Verheißung genannt, vom Mittelmeer bis zum Jordan-Fluss – inklusive der besetzten Palästinensergebiete. Amona war der größte israelische Außenposten auf einem Gelände, das bereits in der Bibel erwähnt wird. Palästinensische Landbesitzer hatten nach über 20 Jahren vor israelischen Gerichten Erfolg, die Siedlungen mussten gegen den Widwerstand der Bewohner geräumt werden. Die Palästinenser verurteilten die Grundsteinlegung und bezeichneten sie als zerstörerisch für die Zwei-Staaten-Lösung.