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Offenbar verschleppter Vietnamese stellte sich "freiwillig"


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Offenbar verschleppter Vietnamese stellte sich "freiwillig"

Nach der Verschleppung eines vietnamesischen Geschäftsmanns und ehemaligen Parteifunktionärs in Berlin durch Agenten des vietnamesischen Geheimdienstes bemüht sich Hanoi um Schadensbegrenzung. Le Thi Thu Hang, eine Sprecherin des Außenministeriums sagte, Vietnam lege großen Wert auf die strategische Partnerschaft mit Deutschland. Der Mann habe sich freiwillig gestellt. Hanoi bedauere die Reaktion der deutschen Regierung, den obersten Geheimdienstchef bei der Botschaft in Berlin auszuweisen.

Die deutsche Regierung hatte diesen Schritt ergriffen, nachdem der vietnamesische Geschäftsmann Trinh Xuan Thanh im Tiergarten in Berlin am hellichten Tage von Agenten des vietnamesischen Geheimdienstes verschleppt und nach Vietnam gebracht worden sei.

Im vietnamesischen Staatsfernsehen erklärte Trinh, er habe sich selbst gestellt. Er habe in ein Deutschland ein elendes Leben geführt und sei nun zur Einsicht gekommen.

Deutschland bestellte außerdem den vietnamesischen Botschafter ein. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

Das Auswärtige Amt erklärte, es sei inakzeptabel, dass ausländische Staaten “hier das deutsche Recht mit Füßen treten”.

Nach Angaben der Anwälte Trinh wurde auch eine Vietnamesin, die ihn begleitete, gekidnappt. Die Frau sei zwei Tage später mit einer Armverletzung in ein Krankenhaus in Hanoi gebracht worden, sagte die Berliner Anwältin Petra Isabel Schlagenhauf. Ihr Mandant sei wohl etwas später nach Vietnam transportiert worden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Nach Angaben der Anwältin gibt es einen Hinweis, dass ihr Mandant mit einem “Krankentransport” in ein osteuropäisches Land verfrachtet und von dort mit einer vietnamesischen Maschine ausgeflogen sein könnte.



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