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Eierskandal: Wieso haben die belgischen Behörden nicht informiert?


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Eierskandal: Wieso haben die belgischen Behörden nicht informiert?

Der Skandal um die mit dem Insektizid Fipronil belasteten Eier weitet sich aus.

Nun wurde bekannt, dass die belgischen Lebensmittelbehörden bereits Anfang Juni vom Einsatz des Insektengifts in mehreren Geflügelbetrieben gewusst haben – Wochen, bevor sie die EU-Kommission informierten.

Katrien Stragier, Sprecherin der belgischen Lebensmittelsicherheitsbehörde FASNK, erklärt: “Wir haben den Verdacht geheim gehalten, weil die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen waren. Wir verstehen die Besorgnis unserer Mitbürger und werden mehr Informationen zu den möglichen Gesundheitsrisiken liefern, sobald die Ermittlungen es zulassen.”

In den vergangenen Wochen wurden mehrere Millionen Eier aus den Supermärkten in Belgien, Deutschland und den Niederlanden entfernt.

Unterdessen wird den belgischen Lebensmittelbehörden vorgeworfen, nicht schnell genug reagiert zu haben.

“Wieso wurde der Verdacht nicht vorher bekannt gegeben? Die Behörden behaupten, es gebe keinen Grund zur Sorge, und trotzdem werden Millionen Eier aus den Supermärkten entfernt. Die Regierung und die Lebensmittelbehörden müssen besser miteinander kommunizieren”, äußerte sich John Crombez, Vorsitzender der belgischen sozialdemokratischen Partei SPA.

Ob tatsächlich ein Gesundheitsrisiko von den Insektizid-haltigen Eiern ausgeht, soll in den nächsten Tagen durch die Veröffentlichung von detaillierten Analyse-Berichten der Gesundheitsbehörden geklärt werden.

Verbraucher können sich im Internet über aktuelle Warnungen informieren.

Mehr zu den Vorwürfen gegenüber den belgischen Lebensmittelbehörden lesen Sie hier .