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Kenia: Wahlen verlaufen friedlicher als erwartet


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Kenia: Wahlen verlaufen friedlicher als erwartet

In Kenia sind die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen weitgehend friedlich zu Ende gegangen. Fast 20 Millionen Menschen waren zur Abstimmung zwischen Amtsinhaber Uhuru Kenyatta und Herausforderer Raila Odinga aufgerufen. Laut Umfragen könnte es ein knappes Rennen werden.

Viele Kenianer wählen nach ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Deshalb war die Befürchtung groß, dass es ähnlich wie bei der Wahl 2007 zu gewaltvollen Zusammenstößen kommen könnte. Damals gab es Betrugsvorwürfe, auch diesmal witterte die Opposition Unregelmäßigkeiten bei der Wahl. Deshalb wurde sie von internationalen Beobachtern überwacht.

Marietje Schaake, Wahlbeobachterin aus den Niederlanden, erklärt: “Landesweit sind 130 Wahlbeobachter im Einsatz. Gemeinsam verschaffen wir uns einen Eindruck davon, was hier in Nairobi und in anderen Regionen des Landes passiert. Und das ist nur ein Teil der Arbeit, die wir seit langem leisten. Zu ihr gehören der Wahlkampf, der Tag der Abstimmung, die Auszählung und die Tage nach der Wahl. All das sind wichtige Elemente des gesamten Prozesses.”

Die Beobachter werteten den ruhigen Verlauf des Wahltags als gutes Zeichen für die Demokratie. Trotz der befürchteten Ausschreitungen war die Wahlbeteiligung hoch. Mit Ergebnissen ist erst im Verlauf der nächsten Tage zu rechnen.


Kenianische Medien berichten von einem leichten Vorsprung von Amtsinhaber Kenyatta. Noch ist es aber zu früh, um über definitive Ergebnisse zu sprechen.