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Peking greift in Elendsvierteln durch


China

Peking greift in Elendsvierteln durch

Dongsanqi, einem Vorort von Peking, geht es an den Kragen: Hier leben Arbeitsmigranten in selbstgebauten Unterkünften oder heruntergekommenen Gebäuden – die Behörden wollen für Ordnung sorgen und bis 2020 rund 100 Stadtteile von Grund auf erneuern. Die nicht genehmigten Behausungen sind ihnen ein Dorn im Auge.

Seit neun Jahren lebe er hier, sagt ein junger Mann. Und er fühle sich diesem Stadtteil verbunden. Dass jetzt abgerissen werde, sei sehr schlecht, findet er. Sie sei Müllsammlerin, sagt eine Bewohnerin Frau. Sie habe schon die schwersten Arbeiten ausgeführt, um über die Runden zu kommen.

Dem nationalen chinesischen Statistikamt zufolge betrug die Einwohnerzahl des Großraums Peking Ende 2015 21,7 Millionen. Eine Riesenmetropole, die Menschen aus dem ganzen Land anzieht. Sie suchen Arbeit und lassen sich in Elendsvierteln nieder – Pekings Behörden greifen jetzt durch.