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Flüchtlingsstrom aus al-Rakka

Nach den Luftangriffen fliehen viele Menschen aus dem umkämpften al-Rakka in Syrien.

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Flüchtlingsstrom aus al-Rakka

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Nach Luftangriffen der US-geführten Militärkoalition auf die syrische IS-Bastion Al-Rakka fliehen immer mehr Menschen aus der Stadt. In diesem Flüchtlingslager nördlich der Metropole leben 8000 Menschen.

Auch aus der Dair as-Saur kamen zuletzt Dutzende hier an.

Ein Flüchtling sagt: “Wir sind vor einer Woche geflohen. Wir flüchteten vor den Luftangriffen und der Zerstörung. Wir hatten nichts zu essen, nicht einmal Brot, kein Wasser. Der IS zwang alle Männer im Alter zwischen 15 und 40 Jahren, für sie zu kämpfen. Wir sind vor ihnen weggerannt und entkommen. Jetzt sind wir gerade erst im Lager hier angekommen.”

Der Brite Jack Holmes kämpft für die kurdischen Truppen, die zu der US-geführten Koalition gehören.

Jack Holmes erklärt auf die Frage, warum er nach Syrien gekommen sei: “Ich hatte ein ganz normales Leben, hab Computer repariert, mal hier, mal da gearbeitet. Ein ganz normales Leben, wie alle anderen eben auch. Dann habe ich mir gedacht, ich werde gegen das Böse in Syrien kämpfen. So einfach ist das.”

In den sechs Jahren Bürgerkrieg in Syrien kamen mehr als 400.000 Menschen ums Leben. Fast eine Million Menschen sind im eigenen Land auf der Flucht.