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Bahnstrecke bei Baden-Baden noch Wochen gesperrt: Zugverkehr nach Schweiz und Frankreich betroffen

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Bahnstrecke bei Baden-Baden noch Wochen gesperrt: Zugverkehr nach Schweiz und Frankreich betroffen

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Bahnreisende, die zwischen Frankfurt und Baden-Baden unterwegs sind, müssen sich derzeit auf massive Verspätungen einstellen. Am Wochenende sperrte die Deutsche Bahn einen Streckenabschnitt von 20 Kilometern Länge zwischen Rastatt und Baden-Baden, nachdem sich an einer Stelle die Gleise abgesenkt hatten. Grund dafür sind Bauarbeiten an einem Tunnel, die für Erdbewegungen gesorgt haben. Vier Einfamilienhäuser entlang der Strecke wurden aus Sicherheitsgründen ebenfalls evakuiert, ihre Bewohner sind vorrübergehend in Hotels untergebracht.

Die Bahnstrecke zwischen Baden-Baden und Rastatt bleibt voraussichtlich bis Ende August gesperrt. Inzwischen hat die Deutsche Bahn einen Ersatzfahrplan aufgestellt, der bis Ende August gelten soll.

Auf der Internetseite der Bahn heißt es:

Maßnahmen zur Störungsbehebung laufen auf Hochtouren. Betroffen von den Einschränkungen sind Kunden mit Reisen zwischen der Schweiz (via Grenzübergang Basel) bzw. den Städten des Oberrheins (Freiburg, Offenburg) und Frankfurt bzw. West- und Norddeutschland. Die DB hat einen Ersatzfahrplan aufgestellt, der vom 14. bis 26. August gültig ist.

Im Fernverkehr bestehen stündliche Reisemöglichkeiten aus und in Richtung Norden bis und von Rastatt und aus und in Richtung Süden bis und ab Baden-Baden. Zwischen Baden-Baden und Rastatt verkehren Ersatzbusse im 6-Minuten-Takt. Reisende auf diesem Streckenabschnitt müssen mit Reisezeitverlängerungen von ca. 1 Stunde rechnen, in Abhängigkeit von der Betriebslage sind auch größere Verzögerungen möglich.

Fernverkehrszüge aus Nordrhein-Westfalen beginnen und enden grundsätzlich statt in Rastatt in Karlsruhe. Reisende aus diesen Zügen nutzen zwischen Karlsruhe und Rastatt die zeitnah verkehrenden Züge des Fern- und Nahverkehrs sowie die Züge der AVG. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) leistet mit Ihren Zugangeboten zwischen Karlsruhe Hbf (Bahnhofsvorplatz) und Rastatt einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung des derzeitigen Reisendenaufkommens. Die Züge zwischen Paris und Stuttgart bzw. München werden über Mannheim umgeleitet. Es ist mit Reisezeitverlängerungen von bis zu 60 Minuten zu rechnen. Reisende zwischen Paris und Karlsruhe können in Mannheim ein bzw. aussteigen und nutzen zwischen Mannheim und Karlsruhe andere Züge des Fern- oder Nahverkehrs.

Kunden auf der betroffenen Strecke können ihre Fahrkarten für andere Züge – auch auf weitläufigen Umleitungsstrecken – nutzen oder diese bei Reiseverzicht ohne Gebühr zurückgeben. Neben den Fahrgastrechten für Verspätungen erstattet die DB auch Mehrkosten für Bahntickets, die aufgrund der Streckensperrung für längere Umwegstrecken gelöst werden und entschuldigt sich für die Beeinträchtigungen ausdrücklich bei allen Reisenden.