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Emmanuel Macron: Die ersten 100 Tage

Wie sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bisher schlug.

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Emmanuel Macron: Die ersten 100 Tage

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Seit 100 Tagen ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Amt. Das, was man umzusetzen habe, gleiche einer wahrhaftigen Revolution, sagte er in einer Rede kurz nach der Wahl. Große Taten und große Verbesserungen hat er angekündigt, viele Franzosen sehen das inzwischen mit Skepsis. In einer Umfrage zeigten sich nur 36 Prozent mit der bisherigen Poltik Macrons zufrieden. Sein Vorgänger Francois Hollande hatte zum gleichen Zeitpunkt 2012 bessere Werte.

“Von Anfang an hat Macron eine entschlossene Haltung an den Tag gelegt”, sagt der Poltikwissenschaftler Stéphane Rozès. “Er war zugleich kompromissbereit und respektvoll. Er hat Trump am 14. Juli empfangen und Putin in Versailles. Er hat den jeweiligen Gesprächspartner respektiert und gleichzeitig eine Botschaft vermittelt.”

Was sagen die Menschen auf der Straße über Macrons erste 100 Tage im Amt? “Es werden zwar Dinge angekündigt, doch dann macht die Regierung plötzlich etwas ganz Anderes. Ich glaube, die neuen Abgeordneten sind noch nicht völlig angekommen, doch das ist nicht ihr Fehler. Sie sind jung und unerfahren”, so eine Passantin. “Warten wir mal ab, was sich tun wird. Außenpolitisch scheint er sich gut zu schlagen, innenpolitisch muss man abwarten – das kann man erst in 100 weiteren Tagen abschätzen”, sagt ein Mann.

Die Franzosen – auch das sagte Macron kurz nach der Wahl – seien ungeduldig, wenn es um die Politik gehe – jetzt erfährt er es am eigenen Leib.