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Good Bye, Usain Bolt - Glückwunsch, USA!

Der Sprint-Star zieht sich nach der WM in London aus dem Sport zurück, die USA führen den Medaillenspiegel an mit 30 Mal Gold, Silber oder Bronze.

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Good Bye, Usain Bolt - Glückwunsch, USA!

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Das war’s nun wirklich: Weltklasse-Sprinter Usain Bolt hängt nach seiner Letzten WM in London die Laufschuhe an den Nagel. Ärgerlich: Seinen letzten Lauf hatte er wegen eines Muskelkrampfs abbrechen müssen. Auf seiner letzten Ehrenrunde ist die Leichtathletik-Legende von 55.500 Zuschauern im Londoner Olympiastadion mit Jubelstürmen und Standing Ovations gefeiert worden. Der 30 Jahre alte Jamaikaner verabschiedete sich am Sonntagabend von seinen Fans.

Bolt wirkte auf seiner letzten Runde sehr ernst und bedächtig, er winkte und klatschte immer wieder in das Publikum, machte ein Selfie mit einem Jungen. Auch seine weltberühmte Blitz-Bolt-Siegerpose sah man zum Schluss noch einmal. “Ich will immer mein Bestes geben und die Leute mit meiner Leistung unterhalten”, meinte der Megastar, der nun in den Ruhestand als Sportler geht.

Sieg und Tragik am letzten Tag der WM

Katari Mutaz Essa Barshim sicherte sich den Hochsprung-Titel, auf den er so lange hingearbeitet hatte, er übersprang die 2,35 Meter. Bei den letzten beiden Olympischen Spielen hatte er Silber und Bronze geholt und noch einmal Silber bei den Weltmeisterschaften 2013.


Trinidad und Tobago holte Gold über die 4×400-Meter-Staffel der Herren und vereitelte damit den siebten US-Sieg in Folge. Für die USA hatte es nach einem Triumph ausgesehen, doch dann siegten die Athleten aus der Karibik. Dafür konnten die US-Amerikanerinnen über die 4×400-Meter-Staffel punkten und den Weltmeistertitel einsacken.

Jamaika musste einen zweiten Ausfall verkraften. 24 Stunden nach Usain Bolts Rückzuck nach Muskelkrämpfen musste auch seine Landsfrau Anneisha McLaughlin-Whilby aufgeben. Für Südafrika holte Caster Semenya Gold über die 800 Meter. Francine Niyonsaba aus Burundi holte Silber, die US-Amerikanerin holte Ajee Wilson nahm Bronze mit nach hause.

USA- erfolgreichste Nation bei der WM in London

Im Medaillenspiegel liegen zum Ende der Weltmeisterschaften die USA vor mit 30 Medaillen insgesamt, gefolgt von Kenia und Südafrika. Auf Platz vier: Frankreich.

Übrigens: US-Sprinterin Allyson Felix hat Superstar Usain Bolt überholt und ist mit 16 Medaillen nun die erfolgreichste Teilnehmerin in der Geschichte der Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Die 31-Jährige gewann in London Bronze über 400 Meter und außerdem in beiden Staffeln Gold. Bolt holte noch einmal Bronze über 100 Meter – das war seine 14. und letzte Medaille.