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Kolumbien: FARC-Rebellen übergeben letzte Waffen

Mit der offiziellen Übergabe der letzten Waffen ist der Konflikt mit der FARC-Guerilla in Kolumbien offiziell für beendet erklärt worden.

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Kolumbien: FARC-Rebellen übergeben letzte Waffen

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Mit der offiziellen Übergabe der letzten Waffen ist der Konflikt mit der FARC-Guerilla in Kolumbien offiziell für beendet erklärt worden.

Vertreter der Vereinten Nationen übernahmen am Dienstag die letzten zwei Container mit Waffen und Sprengstoff. An dem feierlichen Akt in Fonseca im Norden des Landes nahm auch Präsident Juan Manuel Santos teil. Der Friedensnobelpreisträger sprach von einem historischen Moment:

“Mit dem Abtransport der Waffen endet nun entgültig ein Konflikt, der 53 Jahre gedautert hat. Heute sagen wir “Adios” zu den Gewehren und Pistolen der FARC. Nun wird Kolumbien ein Land des Friedens”, sagte der kolumbianische Präsident.

Nach Angaben der UN-Mission wurden seit dem Friedensabkommen insgesamt über 8000 Waffen und 1,3 Millionen Patronen eingesammelt.

FARC-Anführer Ivan Marquez kündigte an, es sei nun an der Zeit, die Ex-Rebellen in das bürgerliche Leben einzugliedern. Zudem plant die Organisation die Gründung einer politischen Partei.

Die FARC ist die größte und älteste Guerillaorganisation Lateinamerikas. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht kontrollierten sie weite Teile Kolumbiens. Über 220.000 Menschen kamen bei dem Konflikt ums Leben. Mit dem Ende des Konflikts erhofft sich das Land einen wirtschaftlichen Aufschwung.