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Staatstrauer in Sierra Leone - Massenbegräbnis geplant

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Staatstrauer in Sierra Leone - Massenbegräbnis geplant

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Im westafrikanischen Sierra Leone wird landesweit um die Opfer des schweren Unwetters getrauert. Eine siebentägige Staatstrauer hat begonnen. Mit einer Schweigeminute wurde der Opfer gedacht. Der Erdrutsch im Gebiet um die Hauptstadt Freetown könnte bis zu 500 Menschen getötet haben. Dazu UN-Koordinator Sunil Saigal:

“Wir glauben jetzt bedauerlicherweise, dass wir keine weiteren Überlebenden finden werden und brechen nun die Rettungsaktionen ab. Die Hoffnung, weitere Überlebende zu finden, nimmt ab. Priorität hat jetzt die Bergung derjenigen, die bei dem Erdrutsch ums Leben kamen und die Unterstützung der Hinterbliebenen und der Gemeinde”.

Viele Einwohner sind betroffen. Sayo Jalloh hat bei dem Unglück 17 Familienmitglieder verloren, darunter ihren Sohn und ihren Bruder:

“Wo sind die Bagger. Mein Sohn liegt unter dem Schlamm. Er hat gerade seinen Schulabschluss gemacht. Ich will den Ort der Katastrophe nicht sehen.”

Die Leichenhäuser sind bereits an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen und können die Toten kaum noch aufnehmen. Aus Angst vor Seuchen sollen die immer zahlreicher werdenden Opfer schnell begraben werden. Es ist daher ein Massenbegräbnis geplant.