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Iranischer Oppositionsführer im Hungerstreik

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Iranischer Oppositionsführer im Hungerstreik

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Der iranische Oppositionsführer Mehdi Karrubi ist aus Protest gegen seinen mehr als sechsjährigen Hausarrest in den Hungerstreik getreten und kurz darauf ins Krankenhaus gekommen. Das teilte sein Sohn Mohammad auf Twitter mit. Der fast 80-jährige Karrubi lag bereits vergangene Woche wegen Herzproblemen im Krankenhaus.


Er fordert, dass die Sicherheitsagenten sein Haus verlassen und einen fairen Prozess von der Justiz. Zusammen mit dem ebenfalls unter Hausarrest stehenden Mir Hussein Mussawi gehört der Kleriker zu den führenden Regimekritikern im Iran.

Wegen Anstiftung zu Straßenprotesten wurden er und Mussawi 2011 verhaftet. Seither stehen sie unter Hausarrest. Karrubi war zwischen 1989 und 2004 zweimal Parlamentspräsident und gründete 2005 die reformorientierte Etemad (Vertrauen). Die Partei wurde aber nach seinem Hausarrest verboten.

Als Anführer der “Grünen Bewegung” hatten die beiden dem damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bei der Präsidentschaftswahl 2009 Wahlfälschung vorgeworfen. Auch dessen Wiederwahl erkannten sie nicht an. Besonders kritisch äußerte sich Karrubi vor seinem Hausarrest gegen die damalige kompromisslose Atompolitik des Landes sowie Ahmadinedschads Leugnung des Holocausts.

Aus Solidarität mit Karrubi kündigten mehrere Iraner auf Twitter an, dass auch sie in den Hungerstreik treten würden.     

Präsident Hassan Ruhani hat seit seiner Präsidentschaft 2013 versucht, die Freilassung Karrubis und Mussawis zu ermöglichen. Aber in seiner ersten vierjährigen Amtszeit konnte er sich nicht gegen die Hardliner in der Justiz durchsetzen.