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Spanien fragt: Warum?

Nach dem Anschlag in Barcelona herrscht auch in Madrid Trauer und Fassungslosigkeit. Passanten beschäftigt die eine Frage: Wie konnte das geschehen, trotz aller Alarmzeichen.

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Spanien fragt: Warum?

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Auch in Madrid herrscht nach dem Anschlag in Barcelona Fassungslosigkeit und Trauer. In der spanischen Hauptstadt, auf der Placa de Colon, wehte die Flagge auf Halbmast.

“Wir erleben eine weltweite Radikalisierung, niemand ist nirgendwo mehr sicher. Wir haben jetzt gelernt, dass der Fokus der Radikalisierung für Spanien in Katalonien liegt und dort ist es nun ja auch passiert. Was ich nicht verstehe ist, warum keine Maßnahmen ergriffen wurden, um Las Ramblas zu sichern, voher”, so Silvia Navarro, Anwältin aus Madrid. Die Frage, wie die Attentäter zum Ziel kommen konnten, dürfte bald an Gewicht gewinnen. Zuvor hatte es in London, Berlin, Stockholm und Nizza ähnliche LKW-Anschläge gegeben. So mancher fragt sich nun, warum Las Ramblas nicht gesichert wurde.

Auch der Verwaltungsmitarbeiter Santiago Rodriques ist bestürzt: “Wie jeder andere, der ein Herz hat, empfinde auch ich die Ereignisse von gestern als schrecklich. Wer in der Nähe war, wird an den Anschlagsort zurückkehren und sich daran erinnern. Was man jetzt empfinden kann, ist Empörung und das Gefühl der Ungerechtigkeit mit Blick auf die Attentäter. “

Die Gefühlswelt der Menschen in Madrid, Barcelona und wohl ganz Spanien spiegelt sich in den Titelseiten des Tages. “Terror” steht da geschrieben und auch vom sogenannten Islamischen Staat ist die Rede. Der hat sich zum dem Anschlag in Barcelona bekannt.