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Gabriel in Barcelona: "Keine absolute Sicherheit"

Sigmar Gabriel besuchte eine junge Deutsche, die Opfer des Anschlags in Barcelona wurde, im Krankenhaus.

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Gabriel in Barcelona: "Keine absolute Sicherheit"

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Barcelona probt nach den Terroranschläge in Katalonien die Rückkehr zur Normalität. Auch zwei Tage nach den Attacken kommen zahlreiche Einheimische und Urlauber zur Flaniermeile Las Ramblas, um der Opfer zu gedenken. Die Stimmung schwankt bei vielen Passanten zwischen Trauer und Trotz. Ein Mann sagte:

“Es gibt jetzt ein Leben vor und nach den Anschlägen. Man denkt ja im Prinzip immer, einem selbst wird so etwas schon nicht passieren und plötzlich steht man dann im Auge des Sturms. Ich denke, das wird mein Leben verändern, aber ich versuche, so gut wie möglich damit umzugehen. Aber dieser Film, der sich immer wieder vor meinen Augen abspielt…also, ich weiß nicht.”

Ein anderer Spanier sagte:“Ich meine, es ist unsere Pflicht, wieder Leben in die Straßen zu bringen, wie es diese Stadt auch verdient hat. Eine Stadt, die international ist, muss auch so bleiben. Da darf Angst keine Rolle spielen.”

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel besuchte in einem Krankenhaus von Barcelona eine junge Deutsche, die bei dem Anschlag verletzt wurde, und sprach mit Angehörigen von Opfern: “Jetzt gilt es natürlich, den Angehörigen und den Opfern zu helfen und gleichzeitig die Zusammenarbeit in Europa weiter so gut zu entwickeln, wie es in den letzten Monaten ja bereits geklappt hat. Aber es gibt leider keine absolute Sicherheit gegenüber feigen Mördern.”

Gabriel war bereits am Freitag in Barcelona eingetroffen und wollte eigentlich gleich nach seiner Ankunft gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen Yves Le Drian Blumen niederlegen. Der Zugang zu dem Gedenkort war aber durch eine rechte Demonstration und eine Gegendemonstration versperrt.