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Hausarrest für russischen Regisseur

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Hausarrest für russischen Regisseur

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Ein Moskauer Haftrichter hat Hausarrest gegen den festgenommenen russischen Starregisseur Kirill Serebrennikow verhängt. Die Maßnahme gilt vorerst bis zum 19. Oktober. Der Künstler dürfe in der Zeit kein Theater besuchen und auch keine Filme drehen.

Der kreml-kritische Regisseur war am Dienstag wegen angeblichen Betrugsverdachts festgenommen worden. Ermittler werfen ihm die Veruntreuung von 68 Millionen Rubel (das sind knapp eine Million Euro) staatlicher Gelder vor. Die Justiz stuft den Fall als besonders schweren Betrug ein. Darauf stehen im russischen Strafrecht hohe Geldstrafen oder bis zu zehn Jahre Haft. Es geht um ein staatlich subventioniertes Projekt, um russisches Theater populärer zu machen. Serebrennikow und seine Mitarbeiter in der Produktionsfirma “Siebtes Studio” hätten dabei bewusst zu hohe Kosten angesetzt und das restliche Geld unterschlagen, teilten die Ermittler mit.

Serebrennikow wies alle Vorwürfe zurück und verlangte seine Freilassung. Viele Menschen demonstrierten für den international anerkannten Theatemacher, darunter viele Künstler. In einer Online-Petition forderten bislang 14.000 Menschen ein Ende des Verfahrens:

“Es sollte bewiesen werden, ob es sich um Verleumdung handelt oder nicht”, meint der russische Schauspieler und Regisseur Sergei Yursky.

“Wir sind hierher gekommen, um zu zeigen, dass wir zusammenhalten, dass wir verantwortliche Menschen sind und egal welche Unstimmigkeiten es gab, wir in der Lage sind, damit umzugehen wie erwachsene Menschen, die sich respektieren und unterstützen”, so der Schauspieler Artur Smolyaninov.


Auch der Staatsoper Stuttgart bereit die Festnahme Probleme: Der 47-Jährige sollte dort ab September die Märchenoper “Hänsel und Gretel” inszenieren. Es ist die erste Opernpremiere der Saison mit Termin am 22. Oktober.