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Zeitung: Kopf der Terrorzelle wurde 2014 ausgewiesen

Der Imam, der die anderen Attentäter von Katalonien offenbar radikalsierte, solllte Spanien verlassen.

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Der mutmaßliche Kopf der katalanischen Terrorzelle hätte vor drei Jahren aus Spanien ausgewiesen werden sollen. Wie die spanische Zeitung El Mundo berichtet, sollte der Imam Abdelkadi Es Satty 2014 nach einem vierjährigen Gefängnisaufenthalt wegen Drogendelikten das Land verlassen. Er legte aber dagegen Beschwerde ein und durfte nach einem längeren Rechtsstreit legal in Spanien bleiben.
Es Satty wurde vermutlich bei der unbeabsichtigten Explosion der Bombenwerkstatt in Alcanar getötet.

Zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrorzelle hatten Es Satty als Drahtzieher der Anschläge identifiziert. Wie aus Justizkreisen verlautete, hatte Es Satty ursprünglich Sprengstoffanschläge auf Sehenswürdigkeiten in Barcelona geplant und auch vorgehabt, sich selbst dabei zu töten.

Gegen zwei mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Extremistenzelle war am Dienstagabend Haftbefehl erlassen worden. Ein dritter Verdächtiger blieb zunächst in Polizeigewahrsam, ein vierter wurde unter Auflagen freigelassen. Die spanischen Ermittler gehen davon aus, dass die Terrorzelle aus zwölf Mitgliedern bestand, von denen nur noch die vier Festgenommenen am Leben sind.

Im Zusammenhang mit den Anschlägen in Barcelona und Cambrils waren in der vergangenen Woche 15 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden.