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Bergsturz in der Schweiz: wenig Hoffnung für Vermisste

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Bergsturz in der Schweiz: wenig Hoffnung für Vermisste

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In den Schweizer Alpen suchen Retter weiterhin nach den acht Wanderern, die nach dem gewaltigen Bergsturz als vermisst gelten. Bisher fehlt aber jede Spur. Die Polizei macht keine großen Hoffnungen, die Vermissten noch lebend zu finden.

Sechs von ihnen wurden offiziell von ihren Familien als vermisst gemeldet, so eine Sprecherin der Kantonspolizei gegenüber Euronews. Über die anderen beiden habe man aus anderen Quellen erfahren, dass sie sich wohl im Katastrophengebiet aufhielten.

Im Tal wird unterdessen aufgeräumt. Mit Baggern wird Geröll aus den noch reißenden, graubraunen Fluten geholt. Das Örtchen Bondo, dessen Einwohner evakuiert worden sind, wurde teilweise wieder geöffnet. Viele dürfen zurück in ihre Häuser. Manche müssen sich weiterhin bereithalten, jederzeit erneut evakuiert zu werden, denn immer noch kann gestautes Wasser weitere Murenabgänge auslösen. In manchen Bereichen besteht akute Gefahr. Die Menschen aus diesen Straßenzügen durften am Freitag nur in Begleitung der Feuerwehr kurz zu ihren Häusern, um ein paar persönliche Dinge zu holen. Sie müssen sich darauf vorbereiten, Tage, vielleicht Wochen nicht nach Hause zu kommen.

Auch die Straße zwischen der Schweiz und Italien ist weiterhin gesperrt. Je nach Situation gebe es eine Umleitung, so die Polizei. LKW seien aber auf der Ausweichstrecke nicht zugelassen.

Der Bergsturz am Mittwoch hatte eine Geröll- und Schlammlawine ins Tal zur Folge. Er gilt als einer der schwersten der letzten Jahrzehnte.