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Nach Krieg mit 220.000 Toten: Farc-Rebellen gehen in die Politik

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Nach Krieg mit 220.000 Toten: Farc-Rebellen gehen in die Politik

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Mehr als 50 Jahre haben sie Krieg gegen den kolumbianischen Staat geführt. Jetzt wollen die einstigen Farc-Rebellen ihre Guerillabewegung in eine linke politische Partei umwandeln. 1.200 Delegierte sind in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota zusammengekommen. Bis Freitag soll hier über Namen und Inhalte der neuen Partei diskutiert werden.

“Wir haben viele Herausforderungen und Schwierigkeiten vor uns”, sagte Farc-Kommandeur Rodrogo Londoño. “Nichts ist einfach in der Politik, vor allem wenn es um revolutionäre Bewegungen geht. Das Regime und das System sind nicht für uns gemacht, aber wir sind bereit, in sie einzutauchen und sie zu verändern.”

Mitte August hatte die Farc auch die letzten ihrer über 8000 Waffen an Vertreter der Vereinten Nationen übergeben. Mit ihnen hatten die Rebellen seit den 60er Jahren weite Teile Kolumbiens beherrscht und das Land in einen blutigen Konflikt gestürzt. In diesem wurden zum Friedensschluss mit der Regierung im vergangenen Jahr 220.000 Menschen getötet.