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Siege für Japan bei Judo-WM in Budapest

Japan sammelt weiter Titel bei der Judo-WM in Budapest

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Siege für Japan bei Judo-WM in Budapest

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Sie wollte das Gesicht des Erfolges werden am zweiten Tag der Judo-Weltmeisterschaft in Budapest. Majlinda Kelmendi aus dem Kosovo, die in der Klasse bis 52 Kilogramm antrat, um den Titel zu holen. Den ganzen Tag über strahlte sie großes Selbstbewusstsein aus. Ihre Körpersprache sagte: schaut her, dies ist mein Wettkampf. Aber in den Halbfinals fand sie ihre Meisterin: Ai Shishime, die Nummer 5 der Welt und am heutigen Tag Kelmendi’s schlimmster Alptraum. Die Japanerin erreichte das Finale gegen ihre Landsfrau Tsunoda Natsumi. Ai gewann am Ende souverän gegen Tsunoda mit einem Ippon. “Bisher ist es keiner japanischen Judoka gelungen, Kelmendi im Wettkampf zu stoppen“, sagte die glückliche Siegerin im Anschluss. „Dass mir das im Halbfinale gelungen ist machte das Finale noch etwas mehr zu etwas Besonderem, als es ohnehin schon war.”

Überhaupt war es der Tag der Japaner in Budapest. In der Klasse bis 66 Kilogramm hieß der Mann des Tages Hifumi Abe. Die Nummer Vier der Welt und bereits mit 20 Jahren Junioren-Vizeweltmeister. Ihm gelang, was sich so viele andere auch vorgenommen hatten Ein perfekter Tag ohne eine einzige Niederlage. Im Finale kämpfte der Japaner gegen den früheren Vize-Weltmeister Mikhail Puliaev aus Russland. Keine Kleinigkeit, zumindest in der Theorie. Aber wenn Abe erst einmal in Schwung ist, ist er nicht zu stoppen. “Einerseits fühle ich mich jetzt sehr erleichtert und andererseits sehr glücklich. Ja, ich fühle mich sehr, sehr glücklich“, so Abe nach seinem Finalsieg.

Mit dem Titel von Hifumi Abe hat Japan bereits vier von vier möglichen Goldmedaillen in Budapest geholt, außerdem zwei silberne und eine Bronzemedaille – und das nach nur zwei Wettkampftagen. Und am dritten Tag greift der Weltranglistenerste in der Klasse bis 73 Kilogramm Hashimoto Soichi in den Wettkampf ein. Die Frage ist: Wer soll Japan bei diesen Wettkämpfen aufhalten?

Die deutschen Judoka blieben übrigens auch am zweiten Wettkampftag ohne Erfolg.