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Beginn der muslimischen Hadsch-Wallfahrt

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Beginn der muslimischen Hadsch-Wallfahrt

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In der saudischen Stadt Mekka hat die muslimische Wallfahrt Hadsch begonnen. Nach offiziellen Angaben sind rund zwei Millionen Gläubige in die für Muslime heilige Stadt gekommen. Etwa 100.000 Sicherheitskräfte sollen für einen störungsfreien Verlauf des mehrtägigen Ereignisses sorgen. Überschattet wird der Hadsch in diesem Jahr von der diplomatischen Krise zwischen Katar und seinen Nachbarstaaten am Golf:

“Es ist alles gut hier, alles ist meiner Meinung nach ziemlich gut organisiert. Es gibt unheimlich viel Menschen, aber abgesehen davon, ist alles gut gemacht. Ich finde es gut, dass man sich jetzt auch auf elektronischem Weg organisiert hat, denn jeder bekommt jetzt einen Badge. Davor war die Pilgerreise offen für alle, aber jetzt ist alles super organisiert. Das ist eine gute Sache”, sagt ein Pilger.

Für die medizinische Versorgung stehen 5000 Krankenhausbetten zur Verfügung. In der Notrufzentrale arbeiten sieben Frauen – ein Novum im konservativen Saudi-Arabien. Das streng islamische Land beginnt allmählich Reformen für Frauen.


Vor zwei Jahren waren bei einer Massenpanik während der Wallfahrt nach offiziellen Angaben 769 Pilger ums Leben gekommen. Inoffizielle Berechnungen gehen von rund 2000 Todesopfern aus. Die saudischen Behörden ließen danach die Sicherheitsstrukturen überarbeiten.

Was ist der Hadsch?


Die Hadsch-Wallfahrt gehört zu den fünf Grundpflichten des Islam. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern. Beim Hadsch-Ritual umrunden die Gläubigen unter anderem siebenmal das würfelförmige Gebäude der Kaaba im Hof der Großen Moschee. Am Freitag, dem dritten Tag der Wallfahrt, feiern die Muslime weltweit das Opferfest.