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Kolumbien: Farc feiert die Parteigründung

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Kolumbien: Farc feiert die Parteigründung

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Mit einem mehrstündigen Konzert auf dem Bolívar-Platz in Bogotá haben die einstigen FARC-Rebellen die Gründung ihrer neuen Partei gefeiert.

Der ehemalige FARC-Kommandeur Rodrigo Londoño, besser bekannt unter dem Namen “Timochenko”, sagte bei der Veranstaltung, dass sich die neue politische Partei FARC für eine gerechtere Landverteilung einsetzen will.

Auf der Veranstaltung erklärt er ebenfalls, wie sich die neue politische Bewegung aufstellen wird:
“Wir werden schrittweise vorgehen. Eine Pyramide kann man nicht von oben aufbauen. Unser erster Schritt ist, uns den Kolumbianern als politische Partei vorzustellen, unser strategisches Programm und unsere politischen Initiativen.”

Die Farc kämpfte seit den 1960er Jahren gegen staatliche Sicherheitskräfte und rechte Paramilitärs, ein Konflikt in dem mehr als 220.000 Menschen starben.

Nach dem Abschluss des Friedensabkommens mit der Regierung im vergangenen Jahr legte die FARC ihre Waffen nieder. Experten sehen die größte Herausforderung in der Wiedereingliederung der rund 6800 Farc-Kämpfer in das zivile Leben.

Laut Friedensabkommen werden der neu gegründeten FARC-Partei in den kommenden beiden Legislaturperioden jeweils fünf Sitze im Senat und in der Abgeordnetenkammer garantiert. Ab 2026 muss die Partei selbst um die Wählerstimmen kämpfen.