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Angst im Süden, Jubel im Norden: Reaktionen auf Nordkoreas Bombe

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Angst im Süden, Jubel im Norden: Reaktionen auf Nordkoreas Bombe

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Die Stimmung auf der koreanischen Halbinsel ist angespannt. Der jüngste Atomwaffentest Nordkoreas – angeblich war es diesmal eine Wasserstoffbombe – macht die südkoreanischen Nachbarn nervös. Politiker in aller Welt haben den Test verurteilt, Donald Trump sagte auf die Frage, ob er nun militärisch eingreifen werde, nur: “Mal sehen.” Viele Bürger in Südkorea beruhigt das nur wenig.

“Als Koreaner mache ich mir große Sorgen, weil Nordkorea weiterhin Raketen startet und diese Atomtests durchführt”, sagt der Südkoreaner Yeo Se-hyeon, “ich glaube, unsere ganze Nation hofft, dass es nie zum Krieg kommen wird.”

“Kim Jong-un und Trump sind beide unberechenbare Staatslenker”, sagt der 27-jährige Südkoreaner Sung Jong-heon, “ehrlichgesagt wäre es nicht überraschend, wenn es Krieg geben würde.”

Blick über die Grenze. Auch im sonst so verschlossenen Nordkorea, wurden die Bürger befragt – vom nordkoreanischen Staatsfernsehen.

“Ich fühle einen großen Stolz, weil unsere Atomsprengköpfe so viel präziser geworden sind”, so der Nordkoreaner Shin Seok-chol. “Wir können uns jetzt voll auf sie verlassen.”

Ebenfalls große Freude erfüllt den Bürger Nordkoreas, Jang Guk-hwan: “Ich juble mit Stolz und Ehre, weil ich Teil des Volkes unseres großen und res pektierten Führers bin, ein Teil von Kim Jong Uns Nation.”

Fernsehbilder aus Nordkorea zeigen Menschen beim gemeinsamen Public Viewing, es wird mit Standing Ovations applaudiert. Der jüngste Atomtest wurde in Nordkorea als Medienereignis inszeniert.