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Trotz störrischer Anwohner: Frankfurter Bombe entschärft

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Trotz störrischer Anwohner: Frankfurter Bombe entschärft

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Harmlos, wie ein erlegtes Großwild, liegt sie auf einem LKW, vor ihr die beiden Männer vom Kampfmittelräumdienst: die Bombe, die am Sonntag halb Frankfurt in Aufregung versetzt hat. Jetzt ist sie entschärft, eine komplizierte Operation war es für den Kampfmittelräumdienst. Denn die britische Bombe war nicht nur besonders groß, sie hatte auch noch drei Zünder. Und über die Zeit seit dem zweiten Weltkrieg könnten chemische Prozesse die empfindlichen Detonatoren verändert haben. Die Folge: höchste Explosionsgefahr.

60.000 Menschen mussten die Gegend verlassen, es war die größte Evakuierungsaktion jemals in der Bundesrepublik. Krankenhäuser wurden geräumt, der öffentliche Nahverkehr wurde gestoppt. Die Messe Frankfurt wurde zum Notquartier umfunktioniert. 7.000 Menschen wären hier untergekommen, es kamen aber nur 300.

Am Ende dauerte die Entschärfung länger als erwartet. Grund waren Menschen, die dem Aufruf zur Evakuierung nicht gefolgt waren.